Brief an einen Freund

Lieber Freund,

es ist nicht jedermanns Sache, über Tod und Krankheit zu sprechen oder zu lesen, obwohl beides zum Leben wie das »Essen und Trinken« gehört. Lege diesen Brief getrost beiseite, wenn du nicht über Tod und Krankheit lesen möchtest, obwohl er dennoch von Optimismus strotzt.

Wenn man wie ich dreiviertel Jahr aus dem Berufsleben ausgeschieden ist, hat man komischer Weise gar nicht mehr Zeit, dafür aber die besondere Möglichkeit, ganz anderen Gedankengängen nachzugehen.

Das ist das besonders Positive und Bemerkenswerte und für mich so Beruhigende, dass es in solchen Zeiten immer wieder Menschen (auch und gerade unter meinen Kolleginnen und Kollegen) gibt, die völlig unerwartet auf einen zukommen, Solidarität zeigen und sich kümmern. All denen bin ich sehr dankbar.

Im April 2006 lautete noch die medizinische Prognose bezüglich meiner Lebensdauer:

Nach Feststellung von Metastasen des Merkelzellkarzinoms (eine sehr aggressive, kleinzellige Krebsart wie die des Lungenkrebses) im Lymphknoten unterm linken Arm (Onkologische Diagnose: links axiliäre lymphonodale Metastasierung eines neuroendokrinen Karzinoms, immuhistochemisch Merkel-Zell-Carcinom)

»Ein paar Monate« und nach nochmaligem Nachfragen:

»Vielleicht ein Jahr!«, aber das Erreichen des Jahreswechsels 2006/07 war schon mit vielen Fragezeichen versehen.

»Statistische Überlebenschance 5 % !«.

Die erste Prognose habe ich bereits überlebt und auch die zweite und dritte will und werde ich überleben. Der Primärtumor ist bis heute nicht gefunden worden. Ich hoffe, mein Immunsystem hat ihn gekillt! Die Lymphknoten unterhalb meines linken Arms wurden operativ entfernt, 28 hochdosierte Bestrahlungen habe ich über mich ergehen lassen, keine Chemo!

In der Zwischenzeit war ich nicht faul, habe vielmehr die Zeit für mehrere Operationen und Krankenhausaufenthalte, viele medizinische Untersuchungen, eine 7-wöchige Bestrahlung, eine mit vielen Anwendungen ausgefüllte 6-wöchige Anschlussheilbehandlung und wiederum für viele Nachuntersuchungen genutzt. Das einzige, was die Schulmedizin sicher weiß, ist, dass sie Metastasen dieses sehr aggressiven kleinzelligen Merkelzellkarzinoms in meinem Körper gefunden hat, und es kein schulmedizinisches Mittel gegen diesen Krebs gibt, außer dass sie mir diagnostisch mitteilen können, wenn der Körper mit Metastasen ganz befallen ist (Endstadium!).

Wie ich nun mal bin, habe ich die mir noch übrig bleibende Zeit genutzt, sehr viel zu lesen, zusammenzutragen und auszuarbeiten, Fachmann meiner sehr seltenen Erkrankung zu werden, aber auch Überlebensstrategien außerhalb schulmedizinischer Wissenschaft zu erforschen. Alle Menschen, die das Unglaubliche geschafft haben, das letzte Krebsstadium der Metastasierung zu überleben, haben eins gemeinsam: Sie gingen mit Ihrer Krankheit eigenverantwortlich und offensiv um, entwickelten Spiritualität und änderten etwas an ihrer Lebensweise, um Harmonie von Körper, Seele und Geist herbeizuführen, jeder in seiner ihm angemessenen Art und Weise.

Genau das versuche ich: Ab der ersten Stunde nach der Hiobsbotschaft im April 2006 wusste ich, dass solche Botschaften nur Aufforderungen zur Besinnung und Änderung von Lebenseinstellungen sein können. Mir war schon damals sofort klar, dass von nun an die Harmonisierung von Körper, Seele und Geist im Vordergrund zu stehen hat. Als erstes habe ich deshalb meine Liebesbeziehung harmonisiert und meine langjährige Lebensgefährtin samt ihren vier Kindern geheiratet! So komme ich jetzt, nachdem ich meine eigenen zwei Kinder alleinerziehend groß gezogen habe, auf die stolze Zahl von 6 Kindern!

Aber auch sonst gilt, Lebensgewohnheiten bezüglich Ernährung, Bewegung und Stressfaktoren mit mehr oder minder Erfolg zu harmonisieren und zu ändern.

Ich trainiere körperlich und geistig. Aber es ist schwieriger als im Berufsleben: Solche persönlichen »kleinen« Veränderungen kosten noch mehr Arbeit, Kraft und vor allem Ausdauer und Durchhaltevermögen … und viel Zeit. – Ich bin dabei und werde noch lange dazu brauchen (und deshalb auch noch länger leben müssen!).

Im Abschlussbericht meines Anschlussheilverfahrens heißt es:

»Psyche: geordnet, offen, kooperativ, positiv eingestellt«

»Krankheitsverständnis und Informationsstand des Patienten / Krankheitsverarbeitung: der Patient ist über seine Krankheit sehr gut informiert …«

»Rehabilitationsverlauf und –ergebnis: … Der Patient hat an allen Anwendungen engagiert teilgenommen. Die Möglichkeit, selbst etwas für seinen Gesundheitsprozess zu tun, stellt für ihn eine wichtige Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung dar. Er will in Zukunft ein kombiniertes Bewegungs- und Entspannungsprogramm in seinen Alltag integrieren. … Der Patient ist sehr motiviert. … Eine stufenweise Wiedereingliederung in seine berufliche Tätigkeit nach dem Hamburger Modell ist nach medizinischem Ermessen zu Beginn des nächsten Schuljahres möglich. …«.

Nach Weihnachten nehme ich meinen Dienst wieder auf, wenn auch vorerst reduziert. Dafür bringe ich viel Dankbarkeit und unbeschreibliches, überschwängliches Lebensglück mit. Davon gebe ich gerne und reichlich ab, denn für jemanden, der diesen Jahreswechsel 2006/07 nicht mehr erleben sollte, ist dieses Weihnachtsfest wie eine Wiedergeburt, ein Neubeginn, ein Anfang, dem gleich eines Samens die Kraft eines Baumes innewohnt.

Es gibt nicht nur eine Wahrheit außer der letzten, es gibt unzählige: Jeder hat seine eigene Wahrheit, die nur er wahrnimmt, erfährt und ändern kann. Eine möchte ich gerne weitergeben: Was wie eine Hiobsbotschaft aussieht, kann im Nachhinein sehr wertvoll sein. In dem letzten dreiviertel Jahr habe ich mehr positive Dinge und Entwicklungen erfahren dürfen, als ich mir zuvor hab‘ vorstellen können.

Meine Gedanken während meiner Anschlussheilbehandlung in Wyk auf Föhr habe ich im Wesentlichen auf Postkarten so zusammengefasst:

Postkartenmotiv: Fußspuren im Sand – Wyk auf Föhr, 28. August 2006

Das Meer mit seinen ständig schlagenden Wellen
beruhigt und macht nachdenklich:

Meer – Sand – Dünen
Wind – Regen – Sturm
Sonne – Mond – Gezeiten

Ich tauche ab und tauche auf,
die Flut wühlt meine Gefühlswelt auf,
die Ebbe nimmt meine Tränen
mit ins tiefe Meer.

Ein Teil
dieses ewigen Naturkreislaufes zu sein,
beruhigt.

Mir geht es gut!

Fußspuren im Sand,
so vergänglich wie wir,
sie gehen unter mit den Gezeiten
verwischen und bleiben doch so lange,
wie wir sie vor unserem inneren Auge sehen!

Auf den Spuren meines Lebens
suche ich den roten Faden, den Sinn … :

WOFÜR und WARUM BIN ICH?

Aber keine Angst, ich grüble nicht
ich lasse es wirken, ich lasse zu,
ich füge mich ein in diesen ewigen Kreis.

Postkartenmotiv: Wolken über den Halligen – Wyk auf Föhr, 30. Oktober2006

Nun heißt es: „Abschied nehmen von der Insel“,
aber ich nehme Eindrücke von hier mit:

Es war eine ZEIT
des Suchens und Findens,
des Lachens und Weinens,
der Einsamkeit und Zweisamkeit
von Wind und Sturm, Ebbe und Flut,
eine ZEIT der ewigen Gezeiten
in ihrem Rhythmus,
ein einfach unbeschreibliches Glück,
wofür ich dankbar bin.
Natur kann so grausam und wunderschön sein,
wie Leben und Tod … ,
es ist nur eine Sache der Perspektive!

Diese Perspektive konnte ich hier auf der Insel
für mich finden: sie macht mich dankbar,
demütig, ausgeglichen, Angst-frei und glücklich.

Das Ziel ist vorgegeben,
aber den Weg dorthin können wir uns
leidvoll oder angenehm gestalten.

Letzteres versuche ich
und wünsche es Euch von Herzen:
glückliche, friedvolle Harmonie

Auch den Sinn meines Lebens habe ich gefunden, denn es ist der, den man sich selber gibt! – Du weißt doch, das Ziel steht fest: »Entwicklung«! Aber den Weg dorthin kann jeder selber bestimmen, natürlich auch bestimmen, die Verantwortung an andere abzugeben. Jeder kann sich selbst entscheiden, welchen Weg er nehmen will, natürlich auch entscheiden, es anderen zu überlassen, für ihn zu entscheiden. Am Ende wird jeder sehen, welcher der glücklichere Weg war. – Ich jedenfalls neige zur Selbstbestimmung.

Zu den Feiertagen und zum Jahreswechsel möchte ich Dir in eigenen Worten wünschen:

Sieh und akzeptiere die Welt
in ihren unterschiedlichsten Farben,
bereichere sie mit der ganzen Schönheit
Deiner einzigartigen Seele, Gefühle und Gedanken.

Lass die Sonne in Dir scheinen,
sieh die Welt in den Farben Deiner Träume,
erhelle sie mit dem Licht Deiner positiven Gedanken
und gib ihr die Wärme deines Herzens.

Dass meine Frau mich nicht nur in meinen unterschiedlichsten Farben akzeptiert, sondern mir noch die Wärme ihres Herzens gibt, wie ich sie umgekehrt akzeptiere und liebe, das hat die größte Heilwirkung!, das ist die Liebe!

Eine erfüllte, strahlende Liebe wünsche ich auch Dir, mein lieber Freund, von ganzem Herzen. Stelle Dich mental darauf ein, ohne Kopf, denn Liebe kommt nicht aus dem Kopf (da sind eher Zweifel angesiedelt!), sondern aus dem Bauch. Du weißt, Glaube (und der kommt aus dem Bauch) versetzt Berge, und Gedanken (Kopf) versehen mit emotionalisierten Visionen (Bauch) sind mächtiger als Du ahnst.

In diesem Sinne wünsche ich Dir Glaube und Macht, Veränderung und Entwicklung, Wärme, Licht und Liebe von ganzem Herzen,

ein gesegnetes Weihnachtsfest und
ein erfülltes, zufriedenes, gesundes neues Jahr 2007,
Dein Stephan

Stephan Wolters

Autor: Stephan Wolters

Seine Briefe, Notizen und Tagebucheintragungen sind mittlerweile beim BoD-Verlag erschienen: Gras in den Dünen - Band 1 - Tagebuch eines Überlebenden im Angesicht des Todes BoD-Verlag, ISBN: 978-3-8391-2573-1 Gras in den Dünen - Band 2 - Briefe und Notizen eines Überlebenden im Angesicht des Todes BoD-Verlag, ISBN: 978-3-8391-2328-7

11 Gedanken zu „Brief an einen Freund“

  1. Hallo Stephan, ich freue mich für Dich (ich darf doch Du sagen?), dass Du gegen diese aussichtslose Diagnose kämpfen konntest und dies dem „Arschloch“ Krebs die Stirn Geboten hast.
    Ich hoffe, es geht Dir immer noch gut!
    Auch mein lieber Thomas bekam letztes Jahr im August diese schreckliche Diagnose. Metastasen in den Halslymphknoten waren leider erst der erste Hinweis.
    Kein Primärtumor.
    Wir haben gemeinsam gekämpft, OP, Bestrahlung und Anschlussheilbehandlung.
    Hatten Hoffnung und fühlten uns gewappnet für den Kampf.
    Leider hat mein lieber Thomas diesen schon im Januar verloren.
    Nicht einmal 5 Monate.
    Wir haben bis zur letzten Minute gehofft und gekämpft. Hatten keine Zeit mehr wichtige Dinge zu regeln.
    Jetzt kämpfe ich allein weiter, für die Anerkennung als Berufskrankheit. Mein Thomas war 40 Jahre Bademeister.
    Ich hoffe sehr, Du hast gewonnen!
    Kaum ein Mensch kennt diese Krankheit.
    Ich drücke die Daumen, herzlichst Barbara

  2. Liebe Barbara,

    erst jetzt lese ich durch Zufall Deine Zeilen, die mich tief bewegen.

    Und ja, es geht mir noch immer gut nach dem Metastasenbefall als 56jähriger im April des Jahres 2006 und der bitteren Prognose „maximal noch 6 Monate“ leben zu dürfen! Ich habe zum Leben zurückgefunden, auch wenn ich durch Burnout im Jahre 2011 und deren Folgen mich 2013 zum vorzeitigen Ruhestand mit 63 Jahren entschlossen habe: Seitdem ist heilsame Ruhe eingekehrt und ich genieße dankbar mein Dasein. – Da der Primärtumor nie gefunden worden ist, also verschwunden sein kann oder sich aber nur verkapselt hat, muss ich immer mit einem erneuten Ausbruch rechnen, auch nach 12 Jahren Überleben.

    Um so mehr lese ich mit großem Respekt und Bewunderung von Eurem Kampf, auch wenn oder gerade weil er nach 5 Monaten verloren ging.

    Jemand, der den Kampf ums Überleben nach einem vernichtenden Krebsbefund nicht kennt, mag vielleicht irritiert sein, aber Du wirst mich sicherlich verstehen, wenn ich zu behaupten wage, dass allein der aufgenommene Kampf gegen diese schreckliche Krankheit nicht nur Aussichtslosigkeit und Depressionen hinterläßt, sondern tiefe Einsichten, nie gekannte Emotionen und Gefühle, und trotz verlorenen Kampfes vor allem: innere Stärke! Die wünsche ich Dir weiterhin von Herzen, zumal dieser gemeinsame (wenn auch scheinbar verlorene) Kampf mit Deinem geliebten Thomas mit Sicherheit Zugehörigkeit und Verbundenheit über seinen Tod hinaus bewirkt hat, wie andere dies so stark kaum erfahren werden: Nimm diese Erfahrung, dieses Gefühl und diese Kraft mit auf den Weg in Deinen anstehenden neuen Lebensabschnitt, den Du nun vor Dir hast.

    Trauer wird und muss durchlebt sein, aber darf nicht ewig währen.

    Auch im Sinne Deines verstorbenen Ehemannes Thomas wünsche ich Dir als die Überlebende dieses Kampfes die nötige Kraft, Mut und besonders den Erfolg, Dein Leben trotz oder gerade wegen des Krebses und Todes (beides gehört leider auch zum Leben!) Deines Ehemannes wieder in den Griff zu bekommen.

    Bald schon, so hoffe ich für Dich, werden die positiven Momente Eures Kampfes, das Wir-Gefühl, die positiven Emotionen, die komischerweise erst so richtig durch den gemeinsamen Kampf entstehen, bei Dir überhand nehmen, um Dein Leben positiv neu zu bestimmen, denn dann war Euer Kampf nicht umsonst. Thomas hat seinen Frieden, wenn auch bitter erkämpft. Du wirst für Dein Leben, Deinen Frieden und Dein Glück noch weiterkämpfen müssen.

    Nutze all das, was Euch beiden in dieser harten Zeit trotz allem stark gemacht hat, um Dein Leben und Deine Zuversicht wiederzufinden.

    Das ist sicherlich auch im Interesse von Thomas, denn dann ist sein scheinbar verlorener Kampf doch nicht verloren, sondern hat noch einen tieferen Sinn!

    Mit tiefem Respekt und Mitgefühl,

    Stephan Wolters

    Sieh und akzeptiere die Welt
    in ihren unterschiedlichsten Farben,
    bereichere sie mit der ganzen Schönheit
    Deiner einzigartigen Seele, Gefühle und Gedanken.

    Lass die Sonne in Dir scheinen,
    sieh die Welt in den Farben Deiner Träume,
    erhelle sie mit dem Licht Deiner positiven Gedanken
    und gib ihr die Wärme Deines Herzens.

    1. Lieber Stephan, ich will mich heute wieder einmal melden. Ich hoffe, es geht Dir immer noch gut.
      Ich habe meine Zelte in unserer gemeinsamen Heimat in Rheinland Pfalz abgebrochen und bin zurück zu meinen Kindern nach Erfurt gezogen. Aus anfänglichem Trotz, „ ich halte das Haus, ich schaffe das allein mit der Firma, auch aus Verantwortungsgefühl, „ habe ich mich dazu entschieden.
      Ich kann noch nicht wirklich sagen, alles war richtig oder falsch. Aber ich bin hier nicht mehr so allein. Dich möchte ich aber nicht mit negativen Gedanken belasten.
      Ich wollte Dir nur noch einmal sagen, wie gut mir Deine Zeilen getan haben und immer noch tun. Ich lese sie immer wieder. Von Herzen alles Gute, Barbara

      1. Liebe Barbara,

        gut, dass Du endlich geantwortet hast. – Ich dachte schon, dass meine hier an Dich gerichteten Worte Dich irgendwie verunsichert oder sogar verärgert haben könnten.

        Das hätte ich natürlich nicht gewollt.

        Um so mehr freue ich mich, dass meine Antwort Dir gut getan hat: Das hast Du auch verdient! – Nimm das Leben in der Form an, wie es sich Dir bietet und Dir gut tut !!!

        Wenn Thomas ein guter Freund, Liebhaber und Mann war (und ist!), wird er sich sicherlich nichts mehr wünschen, als dass Du glücklich wirst. Du warst in der entscheidenden Lebenszeit an seiner Seite, hast mit ihm gekämpft, mit und für ihn geweint, gelacht, getrauert. – Alles hat seine Zeit, auch die Trauer.

        Für Dich und Deine Kinder wird es aber lebenswichtig und notwendig sein, eine fröhliche Mutter und lebendige Frau erleben zu dürfen (Meine Frau hatte ja auch als relativ junge Frau mit vier minderjährigen Kindern ihren Ehemann nach langer Krankheit verloren und sprühte dennoch vor Lebensfreude!). Schau in die Welt, nun erheblich gereift mit Erfahrungen, Kämpfen, Gefühlen und Momenten, die viele andere so noch nicht erlebt haben oder nie erleben. – Damit kannst Du vielen Menschen etwas sehr Wertvolles geben! – Dazu gehört natürlich auch »Loslassen« und eventuell eine »neue Liebe«! – Das macht doch erst »Leben« aus !

        Nun zu mir:

        Nach meinem Krebsbefund (2006) und Überleben bis heute trotz der damaligen niederschmetternden Diagnose und Prognose habe ich danach noch mehrere Situationen erlebt, in denen ich aber wirklich haarscharf am Tod vorbei gerutscht bin, Unfall wie Krankheit! – Man will mich wohl zur Zeit noch nicht da oben haben !

        Dennoch geht es mir den Umständen entsprechend sehr gut! – Ich genieße alle schönen Momente meines derzeitigen Lebens, bin dafür sehr dankbar, habe aber auch keine Angst mehr vor dem Sterben nach dem Motto:

        Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
        und eine Last fallen lassen dürfen,
        die man lange getragen hat,
        das ist eine köstliche, wunderbare Sache.
        •Hermann Hesse•

        Zum Wachsein gehört der Schlaf wie zum Leben der Tod. Manchmal bin ich müde, manchmal scheine ich noch vor Lebenskraft zu strotzen. Beides widerspricht sich aber nicht, sondern macht bewußtes Leben erst richtig aus.

        Dir, Barbara, wünsche ich von ganzem Herzen »eine gute Zeit«,

        Stephan

  3. Hallo Stephan, liebe Barbara,

    habe Eure aufmunternden Zeilen gelesen. Habe am 23.04.18 nach OP eines Merkelzellkarzinoms, das nur mit 0,6 mm Sicherheitsabstand von lebenswichtigen Organen entfernt wurde, vielleicht bis Weihnachten zu leben. Im Juni 2018 wurde ein PET-CT erstellt.

    Metastase im linken Oberarm bei vergrößerten Lymphknoten. Im September 2018 wieder nochmal vergrößerte Lymphknoten. Im Dezember 2018 nach 9. Infusion Metastase links axillär. Mittlerweile 14 Infus gut vertragen. Im März 2019 sollen 25 Radation folgen, kein Primärtumor mehr. Im Februar 2019 73 Jahre geworden, obwohl schon mit 38 im Jahr 1984 großen Schlaganfall erlitten, halbseitig gelähmt, von Frau 1989 verlassen! Seitdem versuche ich das Leben mit guten Freunden zu meistern, denke positiv, wenn auch in kleinen Schritten.

    Noch geht’s gut, Therapie wird gut vertragen, Tumorleistung nur noch gering. Möchte das Drecksstück Krebs in mir bekämpfen und zum 75. im Jahre 2021 eine Big Party geben – wenn’s klappt.

    Stephan, bewundere Dich, dass Du dem Feind in Dir die Stirn bietest und bin in Gedanken bei Dir und Barbara, der so Tragisches widerfahren ist.

    Es ist jetzt 23.25 Uhr und ich werde ins Bett gehen und in positiven Gedanken versuchen, mein Krebsproblem zu verdrängen und auf den neuen Morgen zu warten, der vielleicht wieder mal etwas Schönes hervorbringt.

    Viele Grüße sendet Hans-Holger, der weiß, wie es ist, jemanden zu verlieren: Habe 1965 meine Mutter beerdigt und 1978 meine Tochter.

    Alles Gute von Hans-Holger

    1. Hallo Hans-Holger,
      Ich hoffe, es geht Dir auch weiterhin gut. Das wünsche ich Dir von Herzen. Es gibt immer wieder Wunder. Solch eines wünsche ich Dir.
      Mein geliebter Thomas ist nun schon vor über einem Jahr von mir gegangen. Meine Traurigkeit nimmt nicht wirklich ab. Aber Dir möchte ich eigentlich nur aufmunterndes schreiben. Wir haben jede Chance und Hoffnung aufgegriffen. Wo wohnst Du? Keine Angst, keine Details. Aber wenn es eine Party gibt, die daraus entsteht, diesem Dreckskrebs erfolgreich die Stirn geboten zu haben, wäre ich wenigstens gedanklich gern dabei, ich drücke die Daumen… Barbara,

    2. Hallo Hans Holger,

      »Habe am 23.04.18 nach OP eines Merkelzellkarzinoms … vielleicht bis Weihnachtenzu zu leben.«

      Im April 2006 hatte ich fast die gleiche medizinische Prognose bezüglich meiner Lebensdauer. – Noch lebe ich!

      Im August 2017 hat dieser Krebs Thomas (siehe oben) ereilt. Nur fünf Monate später im Januar 2018 erlag er ihm.

      So ist das mit dem Krebs: Noch haben wir kein Allheilmittel und können nur hoffen, dass wir durch unser »Dazu-Tun« eine minimale Überlebenschance haben. In meinem Fall jetzt 13 Jahre und eventuell mehr, in vielen anderen mir bekannten Fällen viel, viel weniger (siehe z.B. oben bei Thomas!).

      Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! – Und wenn wir überhaupt irgendeine Chance haben, unser Immunsystem und damit die Abwehrkräfte gegen den Krebs zu stärken, dann auch und besonders neben allen anderen Dingen durch eine positive Grundhaltung … und die scheinst du, Hans Holger, ja wohl schon mal mitzubringen: »… und auf den neuen Morgen zu warten, der vielleicht wieder Mal etwas Schönes hervorbringt.«

      Du magst dich sicherlich wundern, aber ich habe nicht versucht, den Krebs zu bekämpfen, sondern ihn eher als Teil von mir (er ist ja aus eben meinen Zellen!) anzusehen, ja mit ihm „zu sprechen“, ihm ganz klar zu sagen: »Denke daran, wenn ich sterbe, stirbst auch du, denn du existierst nur, so lange ich lebe! Übertreibe also nicht!« – Bisher hat er Gott sei Dank auch noch nicht übertrieben.

      Der Krebs verändert uns auch in psychischer Hinsicht! – Wie, entscheidest du selber mit! – Genieße dein Leben, solange du es genießen kannst!

      Ich jedenfalls tue es in tiefer Dankbarkeit !

      Jahre später (2014) war das ZDF bei mir zuhause und machte mit mir für eine Sendung über Selbstheilungskräfte ein Interview, hier noch im Netz bis Ende 2019 zu sehen:

      https://www.zdf.de/wissen/scobel/erfahrungsbericht-leben-mit-dem-104.html

      Du erfährst dort einiges mehr über meine Sicht bezüglich von Selbstheilungskräften, wenn man sie denn nutzen will und kann.

      Als Krebspatienten kommen wir nicht umhin, uns mit dem Tod auseinanderzusetzen. Ich persönlich sehe das nicht als Nachteil an, sondern habe durch diese intensive Auseinandersetzung mit dem Tod meine Angst vor ihm eher verloren. – Denn gerade als Krebspatient möchte ich den Tod als Freund neben mir haben, dass er dann auch da ist, wenn ich ihn brauche. Das macht stark und frei und läßt dir Zeit, dein Leben zu genießen.

      Insofern bestimmst du sehr wohl dein Leben !

      Das wünsche ich Dir, lieber Hans Holger, von Herzen,

      Gruß,

      Stephan

      PS.: Und zu der von Barbara angesprochenen »Party« möchte ich auch gern eingeladen werden!

  4. Lieber Stephan,
    Heute wieder ein paar Zeilen von mir. Ich habe mich auf die Reise begeben, die ich mit meinem lieben Thomas gemeinsam antreten wollte.
    Habe mich nach längerem Überlegen und Zureden meiner Tochterndazu entschieden. Ich nehme an einer Tauchsafari auf den Malediven Teil. Meine jüngere Tochter ist mit Veranstalter.
    Ich denke hier sehr viel und intensiv an Thomas. Teils traurig aber auch stolz. Wir hatten hier unvergessliche Erlebnisse.
    Am 11.04., es wäre unser Hochzeitstag, gebe ich einen Teil seiner Asche in seinen geliebten Ozean.
    Ich hoffe, es geht Dir auch weiterhin gut. Wenn ich in Deutschland bin, werde ich mir endlich Dein Buch bestellen.
    Bis dahin Grüße ich Dich, nicht in einem Brief aber mit einer Mail, herzlichst Barbara

  5. Liebe Barbara,

    Deinen Ausführungen entnehme ich, dass Du den gegebenen Umständen entsprechend zum Leben zurückgefunden hast. – Das ist in sofern so wichtig, dass „Euer“ Krebsvorfall nicht auch noch ein weiteres Opfer (Dich) außerhalb seines Zerstörungsbereichs (Thomas) findet.

    Der gespürte Tod eines sehr nahestehenden Menschen ist immer eine lebensverändernde, zumindest lebensbeeinflussende Zäsur, eine Narbe, die niemals so ganz verheilt. – Dennoch, wir alle leben weiter oder versuchen es zumindest: Das Leben hinterläßt in irgeneiner Form immer Narben und kann dabei doch lebenswert sein.
    Du hast Kinder! – Du hast Dich! – Du hast Deine wertvollen, schönen (wie auch qualvollen) Erinnerungen an Thomas, aber Du fühlst und lebst noch! – Mach für Dich und Deine Kinder das Beste aus Deinem Leben, nimm es an, wie es kommt, lebe im Hier und Jetzt und vor allem: Laß Dich durch den mittelbaren Krebs nicht unterkriegen, nicht besiegen. Zeig ihm Deine Stirn: »Nicht auch noch mich!«

    Erhole Dich gut, genieße Dein Leben, pflege und bewahre Deine schönen und guten Erinnerungen, belebe sie mit allem, was Dich und Dein Leben weiterbringt. Öffne Dich der Welt und versinke in ihr! – Das ist Meditation auf höchstem Niveau.

    In diesem Sinne: Einen herrlichen Urlaub und eine Gute Zeit!

    Gruß, Stephan 

  6. Hallo Stephan,

    gerade bin ich auf den Bericht über deine Krebserkrankung gestoßen. Bei meinem 82 jährigen Vater wurde vor 10 Tagen auch ein Merkel-Zell Karzinom im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Er hat mehrere Tumore und bereits Metastasen in der Lunge.
    Mein Vater war immer ein lebenslustiger Mensch, stets auf Reisen und sehr kommunikativ.
    Für sein Alter befand er sich bisher in einem beneidenswert guten Gesundheitszustand.

    Jetzt dröhnt er sich mit Beruhigungsmitteln zu, beantwortet keine E-Mails und Telefonanrufe seiner Freunde. Er liegt den ganzen Tag auf dem Sofa, weil er sich so schwach fühlt. Er hat sich emotional verkapselt, möchte nicht über seine Erkrankung sprechen.
    In einem seltenen Moment der Offenheit, gab er mir gegenüber zu, er habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterben -und diese Angst lähmt ihn total.
    Ich wohne leider 500 Kilometer von meinem Vater entfernt,aber ich werde mir so viel Zeit wie möglich freischaufeln, um bei ihm sein zu können, jedoch bekümmert es mich, dass er mich nicht wirklich an sich heranlässt. Genauso geht es meinen beiden anderen Geschwistern.
    Wir werden versuchen, ihn auf seinem schweren Weg so gut es geht zu begleiten.
    Ich möchte dir noch sagen, wie sehr mich deine Worte berührt haben und die Einsichten, die du aus deiner Erkrankung gewonnen hast.
    In ihnen steckt eine ungeheure Kraft!

    Herzlichst,
    Belle

    1. Mein lieber Belle,

      so ist Krebs: Ein Teil von uns, unsere eigenen degenerierten Zellen, deswegen bemerken wir sie ja auch erst, wenn sie mächtig werden und Gesundes rücksichtslos beiseite schieben, bzw. zerstören und damit unseren, aber auch ihren eigenen Tod herbeiführen.

      Und Männer, ja gerade wir Männer haben es mit Krankheiten besonders schwer. Wir reden in der Regel nicht darüber: Es ist einfach nicht männlich, mit Krankheiten und dann noch den eigenen nicht zurecht zu kommen.

      Und doch habe ich in all den Jahren gerade nach dem Metastasenbefall die Erfahrung gemacht, dass gerade auch schweigsame Krebskranke doch sehr froh waren, wenn ich als Selbst-Betroffener sie auf ihre Krankheit angesprochen habe.

      Mir brauchten sie nichts vormachen, sie wurden auch von mir nicht bemitleidet (was „Männer“ offen ja so gar nicht mögen – obwohl doch ?!), ich war ja selbst betroffen. 

      Da ich ja meine Arbeit damals gleich wieder voll aufgenommen und eben nicht die letzte große „Weltreise“ angetreten habe, um mich zu verlieren, sondern meinen gewohnten Lebensrhythmus beizubehalten, war ich durch Arbeit abgelenkt und mußte mich nicht auf dem Dampfer sitzend fragen: Warum sitzt Du jetzt hier?! – Ich denke, es ist nicht verkehrt, alles Gute eines gewohnten Lebensrhythmus‘ beizubehalten, sich dagegen eher von Dingen, Menschen und Zuständen zu trennen, die einen belasten, um das viel mehr zu genießen, was einem noch an Freude bleibt. Auch ohne Krebs wird im Alter nichts gesundheitlich besser, sondern stets und meist unwiderruflich schlechter! – Das ist der Lauf des Lebens.

      Macht Euch die Mühe, mit Eurem Vater zu reden, über Gott und die Welt und natürlich auch über seine Krankheit, denn die betrifft Euch jetzt alle. Ihr alle müßt damit leben und leider ist es den Krebs-Betroffenen in der Regel nicht bewußt, dass die engen Angehörigen häufig fast genauso betroffen sind und oft sogar mehr leiden, ohne dass sich jemand um sie kümmert. – Da hilft nur Reden, Zuhören, nicht nachlassen, dass wir mit und ohne Krankheit uns doch gerne haben, und dass der Krebs, wenn er schon in der Lage ist, uns körperlich bis in den Tod zu treiben, bitte aber nicht auch noch die menschlichen und familiären Beziehungen zueinander zerstört!

      Es wird kein einfacher Weg, er wird für alle beschwerlich. – Ich jedenfalls bin mit Offenheit gut weiter und zurecht gekommen.

      Zeigt Eurem Vater Eure Zuneigung, Liebe und Beharrlichkeit! – Und Fürsorge in der Art, dass Krankheit und auch Tod erst recht in seinem Alter zum Leben (bzw. Lebensende!) gehört, auch wenn wir es gerne anders hätten.

      In der Regel kommt der Tod immer überraschend, auch im Alter immer unverhofft und unvorbereitet. Wer sein Lebensende aber (wenn auch erzwungenermaßen) vor Augen geführt bekommt, hat die Chance, sich nun endlich aller bisher erlebten positiven Lebensbegebenheiten bewußter und dafür sehr dankbar zu werden und sich auf seinen Tod vorzubereiten („meinetwegen wie ein Mann“!). – An sich Gesprächsstoff genug!

      ➡ Für sein Alter befand er sich bisher in einem beneidenswert guten Gesundheitszustand. ⬅

      … dafür kann man sehr dankbar sein, 82 Jahre lang einen beneidenswerten guten Gesundheitszustand?! – Ist Ihrem Vater das bewußt?!

      In meiner Anschlussheilbehandlung nach meinem Metastasenbefall (damals war ich erst oder schon 56 Jahre alt) habe ich ganz junge Krebskranke kennengelernt, die ohne irgendwelche Zukunftsaussichten dennoch die ihnen noch übrig gebliebene Lebensrestlaufzeit mit einer bewundernswerten Gelassenheit angingen. – Das hat mich damals sehr beeindruckt. Ich wurde dankbarer für meine bis dahin immerhin 56 erlebnisreichen Lebensjahre mit mehr Höhen als Tiefen … und lebe Gott sei Dank immer noch!

      ➡ Jetzt dröhnt er sich mit Beruhigungsmitteln zu, beantwortet keine E-Mails und Telefonanrufe seiner Freunde. Er liegt den ganzen Tag auf dem Sofa, weil er sich so schwach fühlt. Er hat sich emotional verkapselt, möchte nicht über seine Erkrankung sprechen. ⬅

      Laßt nicht nach, findet tausend Gründe oder Gelegenheiten, um eben doch über alles zu sprechen. Ein Mann und erst recht ein alter Mann darf immer seine Schwächen zeigen. Krebs und besonders dieser kleinzellige aggressive Merkelzellkrebs mit seinen schlimmen entstellenden Auswirkungen, die ab einem gewissen Stadium in der Regel zum Tod führen, ist ja nun auch kein Pappenstiel, in keinem Alter … 

      ➡ In einem seltenen Moment der Offenheit, gab er mir gegenüber zu, er habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterben – und diese Angst lähmt ihn total. ⬅

      Das verstehe ich sehr gut. Mir geht es ähnlich! – Manchmal sinniere ich jede Nacht über Stunden darüber nach, aber es lähmt mich nicht mehr, sondern beruhigt mich, weil ich sehr bewußt dieses Thema angehe: „Was mache ich, wenn der Krebs noch mal ausbricht!“ – Ich bin ja vorbereitet, ich weiß, was ich zu tun habe und tun werde! – Aber solch ein Schritt muß wachgehalten und sehr bewußt werden und abrufbar sein, wenn die Stunde der Entscheidung kommt! – Meine Frau ist mit Sicherheit nicht mit allen meinen Entscheidungen einverstanden, aber sie respektiert sie. Damit kann ich jetzt gut leben und auch sterben.

      ➡ Ich wohne leider 500 Kilometer von meinem Vater entfernt,aber ich werde mir so viel Zeit wie möglich freischaufeln, um bei ihm sein zu können, jedoch bekümmert es mich, dass er mich nicht wirklich an sich heranlässt. Genauso geht es meinen beiden anderen Geschwistern. ⬅

      Bleibt dennoch in Kontakt und im Gespräch mit ihm. Einigt Euch unter den Geschwistern, wer wann und verläßlich immer zur gleichen Uhrzeit anruft. – Es müssen keine langen Gespräche sein, aber Euer Vater kann sich darauf verlassen und irgendwann gehört es zu seinem Tagesablauf. Es reicht oft ein: „Ich denke an Dich!“ – „Jetzt, wo der Krebs im Spiel ist, wird mir meine Liebe zu Dir viel bewußter! – Meine Liebe oder Gefühle zu Dir darf und soll der Krebs nicht auch noch zerstören!“ – „Wie geht es Dir heute?!“ – „Du hörst Dich heute gut an!“ – „Auch wenn es Dir heute nicht gut geht, ich bin so froh, Deine Stimme zu hören!“ … 
      Und laßt ihn sein Leid von seiner Seele reden, aber macht ihn auch auf das noch Lebenswerte in seinem Leben aufmerksam! – Oder redet nur über Belangloses des Tages …

      ➡ Wir werden versuchen, ihn auf seinem schweren Weg so gut es geht zu begleiten. ⬅

      Das wünsche ich Dir, Euch und besonders Eurem Vater von ganzem Herzen!

      ➡ Ich möchte dir noch sagen, wie sehr mich deine Worte berührt haben und die Einsichten, die du aus deiner Erkrankung gewonnen hast. ⬅

      Danke.

      ➡ In Ihnen steckt eine ungeheure Kraft! ⬅

      Überschätzen Sie mich nicht! – Ich habe auch meine und gewaltige Macken und fühle mich manchmal sehr kraftlos! – Aber allein der Satz beflügelt! – Danke.

      Herzlichst,

      Stephan

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