Bericht einer Krebsbetroffenen

Ich bin Alleinerziehende und habe 2 Kinder, heute 22 und 26 Jahre alt.

Bis zu meinem 44. Lebensjahr war ich berufstätig als Lohnbuchhalterin, anfangs halbtags, der Kinder wegen, später Vollzeit. Mein Beruf hat mir immer Spaß gemacht, aber ich hatte das Pech, in einer Firma zu arbeiten, in der das Betriebsklima sehr schlecht war. Menschen wurde alles versprochen und nichts gehalten. Ich habe mitgelitten, so dass es mir oft körperlich weh getan hat, dies ist krankmachend. Dann ging die Firma in Konkurs und ich war penetrant überfordert (Dauerstress), so dass ich keine Nacht mehr geschlafen habe. Ich habe öfters versucht, meine Lage zu besprechen, es war hoffnungslos. Das Dilemma war, dass mir die Arbeit Spaß gemacht hat, die Kollegen super waren und das Gehalt stimmte. So blieb ich und wurde fast zwangsläufig krank. Alarmsignale habe ich übersehen. Eine „Vorbelastung“ seitens der Familie kommt sicher auch dazu. Meine jüngste Schwester starb 1987 mit 33 Jahren an Krebs und mein Vater litt im Alter an einer Tumorerkrankung. Zwei Schwestern von ihm ebenfalls.

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